Geschichte

Mit dem Namen Schroeter verbunden (ab 1806)

Johann Hieronymus Schroeter war 1782 als Amtmann in das Amt Lilienthal gekommen, dem er mit einer dreijährigen Unterbrechung bis 1816 vorstand. Bekannt wurde der Jurist weit über die Grenzen Lilienthals hinaus durch seine astronomische Forschung. So wurde Lilienthal zu einem international bekannten Zentrum der Astronomie. Durch Schroeter entstand die größte Sternwarte ihrer Zeit und auch eine Werkstatt für Spiegelteleskope.

Das Haus, das 1791 errichtet wurde und das älteste Gebäude im Lilienthaler Zentrum ist, wurde 1806 von Schroeter erworben. Er verbrachte hier seine letzten Lebensjahre und ist auch im Hause verstorben, so dass dieses Gebäude untrennbar mit dem Namen Schroeter verbunden ist

Von der Idee zur Verwirklichung

Die Idee von Wilhelm Otten, dem damaligen Vorsitzenden des Seniorenbeirates: Ein Haus der Begegnung für Senioren;

Die Aussage von Ottonie Möhlenbrock, der späteren Stifterin der Einrichtung: “Ich will euch unterstützen;

Sitzungen, Diskussionen, Ideensammlung und schier unendliche ehrenamtliche Initiative und Arbeit von vielen Seiten – das sind die Steine, aus denen das inhaltliche Fundament des Hauses gebaut wurde. Der Zeitpunkt (Anfang der 90er Jahre) war günstig: soeben initiierte das Bundesfamilienministerium das Projekt „Seniorenbüro“ – wohlwissend, dass die Altenarbeit im Staate dringend einer Reform bedurfte.

Die neue Einrichtung in Lilienthal konnte gleich die Weichen richtig stellen: Planung und Durchführung vielfältiger Aktivitäten in Zusammenarbeit mit Senioren für sich und andere, Zeitgestaltung unterschiedlicher Art im Bereich Geselligkeit, gegenseitiger (Lebens-)Hilfe, Weiterbildung, kreativer Tätigkeiten.

Das Amtmann-Schroeter-Haus hat es geschafft, was seine Initiatoren sich vorgenommen hatten, es ist ein lebendiges Haus im besten, modernsten Sinne. Es ist aktives Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros. Es ist inzwischen verantwortlich für die Seniorenarbeit der Gemeinde. Es ist Sitz des Senioren- und Pflegestützpunktes Niedersachsen im Landkreis Osterholz.

Das Haus bietet Raum für Selbsthilfegruppen zu verschiedenen Krankheitsbildern, es beherbergt Arbeitsgemeinschaften aus sozialen Bereichen. Der Seniorenbeirat ist hier zuhause, diverse Beratungsangebote werden vorgehalten und eifrig genutzt. Es gibt Vorträge zu Fragen der Gesundheit und diverse Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen wie Patientenverfügung, Betreuungsgesetz, Pflegeversicherung oder Erbrecht. Es stehen kompetente ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter zur Verfügung, die für individuelle Nöte Ansprechpartner sind.

Das Internetcafé im Nebengebäude bietet interessierten Senioren die Möglichkeit, sich in diversen Tätigkeiten (z.B. Bildbearbeitung) auszuprobieren und ihre Kenntnisse im Umgang mit dem Internet zu erweitern. Menschen ohne Internetzugang bietet sich hier die Möglichkeit, e-mails zu schreiben oder sich zu informieren.

Wir sind ein Haus mit und für Menschen – wohlwissend, dass Kommunikation die wichtigste Komponente gesundheitlichen Wohlergehens ist.

Besuchen Sie uns einfach!